Geisteswissenschaften

Das Fach Geschichte – eine Vorstellung

Was ist ein Pharao? Was sind Hieroglyphen? Kann man die heute noch schreiben? Wie viele Zähne hatte Ludwig XIV. am Ende seines Lebens noch? (Keine!) Und wie wird man eigentlich Reichskanzler? Gab es einen Reichskanzler mit einem cooleren Namen als Chlodwig von Hohenlohe-Schillingsfürst?

All diese Fragen und natürlich noch jede Menge mehr werden im Fach Geschichte gestellt und beantwortet. Dabei arbeiten wir uns in den ersten Jahren langsam von den frühen Hochkulturen wie Ägypten, den alten Griechen und Römern zum Mittelalter mit Klöster und Kaisern vor, bis es nach der Entdeckung Amerikas und der Erfindung des Buchdrucks in der Frühen Neuzeit mit König, Höfen und Mätressen weitergeht. Zuletzt schauen wir uns natürlich auch die Entstehung des heutigen Deutschlands an: Reichsgründung, Weltkriege, Bundesrepublik und DDR sind hier wichtige (, aber bei weitem nicht die einzigen) Stichworte.
Dabei betrachten wir aber nicht nur Politik, sondern beschäftigen uns auch mit dem Alltag der jeweiligen Menschen in ihrer Zeit. Ob ihre Freizeit oder Arbeit, ihre Religion oder ihre Kultur – alles wird erkundet. Dabei gibt es allerhand zu entdecken: alte Texte, Bilder, Gemälde und Gegenstände werden untersucht, aber auch Zeitzeugen bekommen bei uns das Wort und berichten.

Dabei geht es uns nicht nur darum, möglichst viel historisches Wissen zu erwerben, sondern auch zu erforschen, wie dieses Wissen überhaupt entsteht. In Diskussionen versuchen wir uns auf Grundlage von Quellen selbst ein Urteil zu bilden und gelegentlich auch an historischen Diskussionen teilzunehmen. Im Fach Geschichte gibt es in jedem Fall viel zu entdecken: entfernte Kulturen, die längst vergangen sind, aber auch viele Dinge, die für uns heute noch Relevanz haben. So bekommt z.B. die Bismarckstraße in Waltrop eine ganz neue Bedeutung: Wer ist überhaupt dieser Bismarck und warum ist eine Straße nach ihm benannt? Wann wurde sie nach ihm benannt und ist das heute überhaupt noch angebracht? Und was wären denkbare Alternativen?

 

Text Projektkurs

Zwischen Lebenslust und Aussichtslosigkeit: Nachkriegszeit in Waltrop und Umgebung

Wenn im Fach Geschichte von Nachkriegszeit die Rede ist, dann wird häufig über Besatzungszonen, doppelte Staatsgründung oder Flucht und Vertreibung gesprochen. Doch was diese Aspekte mit der konkreten Vergangenheit der Familien der Schülerinnen und Schüler zu tun haben, bleibt meist unberührt.
Hier setzt der Projektkurs Geschichte bilingual an. Die Schülerinnen und Schüler erforschen die Nachkriegszeit möglichst konkret, indem sie z.B. das Zusammenleben zwischen Besatzern und Besetzten untersuchen. Für Waltrop bedeutet dies, die britische Besatzungszone genauer unter die Lupe zu nehmen und vor Ort zu schauen, wie ein Wiederaufbau und eine politische Neustrukturierung gelingen konnte.
Unter die Lupe zu nehmen ist dabei übrigens wörtlich zu nehmen. Durch den bilingualen Zugang ist auch der Zugang zu englischsprachigen Quellen sowie die Kontaktaufnahme zu britischen und amerikanischen Zeitzeugen (2. Generation) möglich.

 

Text Gedenkstättenfahrt

Gedenkstättenfahrt Auschwitz „Gegen das Vergessen“

Jedes Jahr begeben sich eine Gruppe von Oberstufenschülerinnen und -schülern auf eine sechstägige Gedenkstättenfahrt nach Oświęcim (ehemals: Auschwitz). Im Zentrum der Fahrt steht das aktive Erinnern an die Schrecken des Holocaust mit dem Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau. Im Anschluss lernen die Schülerinnen und Schüler zudem die zeitgenössische jüdische Kultur und Identität bei Besuchen der Städte Krakau und Breslau näher kennen. Die Fahrt wird mit der Unterstützung der Auslandgesellschaft NRW und gemeinsam mit der Gesamtschule Gartenstadt aus Dortmund durchgeführt.

 

Text Zeitzeuge

Geschichte Hautnah

Wenn Peter Keup spricht, ist es plötzlich ganz ruhig und ein gesamter Geschichtskurs hört gebannt zu. Peter Keup, in der DDR aufgewachsen und im jungen Erwachsenenalter geflohen, erzählt einmal im Jahr interessierten Schülerinnen und Schülern, wie er die DDR erlebt hat und wie sein Fluchtversuch ausging. Zu hören, was die SED-Diktatur konkret für manche Menschen bedeutete, ist für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler immer ein unvergleichliches Erlebnis, dass aus dem Unterrichtsalltag herausragt. Der Besuch schafft auch eine Möglichkeit, der zunehmenden Unwissenheit und Verklärung der SED-Diktatur entgegenzuwirken. Das koordinierende Zeitzeugenbüro, welches Zeitzeugen innerhalb Deutschlands vermittelt, macht diesen Besuch möglich.

 

 

Fachbereich Erziehungswissenschaft

 

Was würde passieren, wenn Kinder nicht mehr erzogen werden? Wie kann ich lernen lernen? Wird ein Kind mit einem moralischen Kompass geboren? Ist kindliches Spiel Zeitvertreib oder doch mehr? Warum verändern sich Jugendliche? Gibt es einen Grund warum Jungen und Mädchen sich teilweise so unterschiedlich entwickeln? Kann Gewalt verhindert werden? Welche Aufgabe hat eigentlich die Schule? Und welche dringendste Aufgabe hat eigentlich die Pädagogik?

 

Wenn solche Fragen zum nachdenken anregen ist das Fach Pädagogik genau das richtige.

Erziehungswissenschaft oder auch Pädagogik befasst sich nämlich auf inhaltlicher Ebene mit der Erziehung und Bildung des Menschen, im Fokus stehen dabei besonders die Kinder und Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen und Generationen.

Mithilfe von Textarbeit, also Fallbeispielen, Zeitungstexten und wissenschaftlichen Theorien werden im Pädagogik Unterricht Theorien bearbeitet, die sich mit den eingangs gestellten Fragen beschäftigen.

 

Aber auch mit Filmen, Karikaturen, Grafiken und der Betrachtung von Social Media (-Trends), Kinderbüchern, Spielzeug usw. beschäftigt man sich im Pädagogikunterricht. So gilt das Prinzip Theorie ist gut, es danach ausprobieren oder versuchen es selber zu erfahren ist noch besser. Ganz im Sinne der Entwicklungstheorien, die man in der Q1 bearbeitet gilt: Aktiv sein ist besser als passiv sein. So kann eine Hausaufgabe auch durchaus mal so aussehen: Beobachte den Umgang von Vätern mit ihren Kindern und skizziere, wie sie miteinander kommunizieren.

 

Aber in Pädagogik gilt es auch fit für Klausuren zu werden, und so werden Lesestrategien eingeübt, Formulierungshilfen ausgetauscht, best practise Beispiele besprochen, Lernmöglichkeiten ausprobiert (Lernvideos, Lap Books, Lernmethoden… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt…).

 

Da sich Pädagogik vieler anderer Wissenschaften bedient, kann es auch vorkommen, dass man einen Text mal auf Englisch liest, Ergebnisse aus der Biologie deutet, Theorien der Psychologie verwendet oder aber sozialwissenschaftliche Grafiken auswertet, Kunstwerke aus der Renaissance deutet, geschichtliche Hintergründe mit einfließen lässt…

 

Pädagogik versteht sich als ein Fach, dass multikausal zu Ergebnissen kommt und anregen möchte, sich mit der Welt in der man lebt kritisch auseinander zu setzen um selbstbestimmt und mündig sein Leben zu führen.

 

 

Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer EssayBundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay

Fakten zum Wettbewerb auf einem Blick:

  • Diesen Wettbewerb gibt es seit 1999 im November jeden Jahres
  • Federführend wird er von der Bezirksregierung Münster organisiert (ab 2006 bundesweit).
  • Die Ausschreibung steht spätestens ab Anfang Oktober auf der Webseite des Schulministeriums.
  • Der Einsendeschluss ist jeweils der 6. Dezember.
  • Die Einsendeadressen stehen in der Ausschreibung des jeweiligen Jahres
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.
  • Die Weiterleitung der besten Essays erfolgt durch die Fachlehrkräfte an den Schulen.

Das Ziel:

Die Schülerinnen und Schüler sollen Übung im Essay-Schreiben erhalten und gleichzeitig ermutigt werden, eigene philosophische Überlegungen zu formulieren.

Besonders erfolgreiche Essay-Schreiber werden zur Winterakademie eingeladen.

 

 

Was ist ein Essay?

Auf die Frage „Was ist ein Essay?“ antwortet der Essayist Hans Magnus Enzensberger:
„Das weiß niemand so genau. Ich verstehe darunter einen diskursiven Text, bei dem ich am Anfang noch nicht weiß, was am Schluss dabei herausspringt. Es kommt, wie der Name schon sagt, auf den Versuch an.“ (Zeit-Magazin, 12.08.2010)

Oder allgemeiner formuliert:

Der Essay prüft aus spürbar subjektiver Perspektive einen objektiven Problembestand in einer stilistisch durchgeformten und wirkungsbewussten Sprache. Der Essay steht am Rand der wissenschaftlichen Philosophie, weil er den Zugang zu einer breiteren Öffentlichkeit finden will. Deshalb muss er eine allgemein interessierende Frage finden oder aufgreifen, er muss sie wagemutig mit Esprit beleuchten und dabei kurz und leicht sein. Ausführlich und allseitig abgewogene, die wissenschaftliche Literatur aufarbeitende Erörterungen sind seine Sache nicht.

„Pausenaufsichts-Assistenz“

Für interessierte Schülerinnen und Schüler der Pädagogik-Kurse in der Jahrgangsstufe EF bietet das THG die Möglichkeit, die Aufsicht führenden Lehrkräfte bei der Pausenaufsicht zu unterstützen und damit individuelle Kompetenzen in der Praxis zu erproben. Sie übernehmen Verantwortung für die Durchsetzung der Regeln des THG und sammeln wertvolle Erkenntnisse über die eigene Person, indem sie ihre im Pädagogikunterricht gewonnenen Theoriekenntnisse und individuellen Handlungskompetenzen unter Berücksichtigung erziehungswissenschaftlicher Theoriekenntnisse anwenden und im Unterricht reflektieren. Damit leistet das THG im Rahmen seines Bildungsauftrages einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf die Förderung der Herausbildung einer mündigen und autonomen Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler.

 

Die Unterrichtsfächer Philosophie und Praktische Philosophie

Lieber Leser, dieser Text soll dir Auskunft darüber geben, was unter den Unterrichtsfächern „Philosophie“ und „Praktische Philosophie“ zu verstehen ist. Das kurz zu erklären, ist nicht einfach, da es auch mit unserem alltäglichen Sprachgebrauch zu tun hat.

Ich als bekennender Fußballfan höre oft das Wort „Spielphilosophie“. Wenn ich dieses Wort während einer Spielübertragung meiner Lieblingsmannschaft höre, frage ich mich stets, was der Kommentator eigentlich damit meint. Sind damit bestimmte Ziele gemeint? Sollen die Spieler möglichst klug die Zweikämpfe gewinnen? Ist damit eine besonders kluge Aufstellung gemeint? Ich kann es nicht beantworten.
Es gibt Unternehmer und Manager, die von einer bestimmten „Unternehmensphilosophie“ sprechen. Es gibt aber auch Menschen, die von ihrer „Lebensphilosophie“ reden. Aber was damit genau gemeint ist, ist für diese Person oft schwer zu beantworten.

An dieser Stelle hilft immer ein Blick auf die Bedeutung des Wortes „Philosophie“ (altgriechisch: φιλοσοφία). Das Wort Philosophie darf mit „Liebe zur Weisheit“ übersetzt werden. Ich hoffe, dass damit schon sehr viel beantwortet ist, denn jeder kennt Liebe und hat sie erfahren: Die Liebe der Eltern, der Großeltern oder die Liebe der Freunde und so manch ein Fußballfan behauptet zu wissen, was sogar echte Liebe ist.
Ein sehr wichtiger deutscher Philosoph – Immanuel Kant – erklärt, dass die Liebe zur Weisheit sich mit der Beantwortung von vier bestimmten Fragen auseinandersetzen muss:

 

 

In dem Fach „Praktische Philosophie“, welches an unserer Schule von der 5. Jahrgangsstufe an unterrichtet wird, setzen sich die Schüler(innen) mit ganz unterschiedlichen Antwortversuchen auseinander. Ganz zentral in dem Philosophieunterricht ist die eigene Antwort auf diese Fragen. Dabei ist aber jetzt schon zu sagen, dass solche Fragen nicht einmal endgültig beantwortet werden können. Jeder Mensch verändert sich im Laufe seines Lebens und so verändert sich auch seine Antwort auf diese Fragen der Philosophie.

Viel Spaß beim Philosophieren

 

Wirtschaft/Politik und Sozialwissenschaften

Das Fach Wirtschaft/Politik (Sek. I)/ Sozialwissenschaft (Sek. II) will die Lernenden dazu befähigen, aktuelle politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Phänomene sowie Probleme und Konflikte unserer Lebenswelt zu verstehen und kompetent zu beurteilen. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler das Handeln von Individuen und Gruppen unter Berücksichtigung von Wertvorstellungen und Interessen erfassen und einordnen. Das Ziel des Faches ist es, über schüler- und handlungsorientierte Methoden sowie aktuelle Unterrichtsinhalte den Lernenden zu motivieren und zu befähigen, am politischen und wirtschaftlichen Leben engagiert teilzuhaben, um somit seine individuellen Interessen wahrzunehmen und durchzusetzen. Damit leistet das Fach innerhalb der gesellschaftswissenschaftlichen Grundbildung seinen Betrag zur Ausbildung von Sach-, Methoden-, Urteils-, und Handlungskompetenz.
Das Fach Wirtschaft/Politik ist in der gesamten Sekundarstufe I mit insgesamt 8 Unterrichtswochenstunden vertreten: In der Jahrgangsstufe 5 werden zwei Wochenstunden unterrichtet. In den Jahrgangsstufen 7, 9 und 10 wird das Fach ebenfalls zweistündig  unterrichtet.

In der Jahrgangsstufe 5 stehen thematisch die Beziehungen zwischen Politik und der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, die Chancen der Mitwirkung in Schule und Stadt, Kinderrechte, einfache Prinzipien wirtschaftlichen Handelns, nachhaltiges gesellschaftliches Handeln sowie Chancen und Probleme der Industrialisierung und Globalisierung, Identität und die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft im Vordergrund.

Dabei erfolgt die Behandlung der Themen explizit mit einem starken Lebensweltbezug der Schülerinnen und Schüler. Dies wird besonders gewährleistet durch eine starke Methodenorientierung, wie etwa dem Planen und Durchführen kleiner Interviews, dem Schreiben von Leserbriefen, dem Durchführen von Rollenspielen sowie dem kreativen Erstellen von Plakaten zur Visualisierung der Lernergebnisse.

In den Jahrgangsstufen 7 – 10 werden die Unterrichtsinhalte und die darin aufgeworfenen Fragestellungen komplexer. Die Inhaltsfelder/Schwerpunkte sind die Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie (Politisches System der Bundesrepublik Deutschland, Wahlen, Rechtsstaat, Sicherung der Grund- und Menschenrechte, Fremdenfeindlichkeit), Grundlagen des Wirtschaftsgeschehens (Wirtschaftskreislauf), Arbeit und Beruf in einer sich verändernden Industrie-, Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft, Einkommen und soziale Sicherung, Identität und Lebensgestaltung, die Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft sowie internationale Politik im Zeitalter der Globalisierung. In Klasse 9 spielt insbesondere die Berufswahlorientierung eine wichtige Rolle, im Zuge derer auch ein Besuch im BIZ (Berufsinformationszentrum) stattfindet. Im Zuge dieser Unterrichtseinheit soll thematisch eine Vorbereitung auf das Berufspraktikum erfolgen, das in der Einführungsphase (EF) stattfindet.

Methodisch liegen die Schwerpunkte auf der Erschließung von Lerninhalten (z. B. Internetrecherche) und Präsentation von Lernergebnissen (z. B. mit Hilfe von Power Point), dem Durchführen von Planspielen und stark individualisierten Lernprozessen, wie etwa dem Lernen an Stationen, sowie dem Vertreten und Verteidigen von Positionen im Rahmen von diskursiven Simulationsformaten (z. B. Pro-Contra-Debatten, Rollenspiele, Podiumsdiskussionen, Streitgespräche). In allen Jahrgangsstufen gehören Exkursionen sowie Kontakte zur (lokalen) Politik, öffentlichen Einrichtungen und Betrieben ebenso zum Methodenrepertoire des Faches wie die regelmäßig stattfindenden „Aktuellen Stunden“, die zu wichtigen Anlässen oder Fragen der Schülerinnen und Schüler eingeschoben werden können und somit einen wichtigen Beitrag zur Orientierung unserer Schüler in einer komplexer werdenden Welt liefern.

Jugend debattiert

Eine lebendige Demokratie braucht Menschen, die kritische Fragen stellen. Menschen, die aufstehen, ihre Meinung sagen und sich mit den Meinungen anderer auseinandersetzen. Deshalb bringen wir durch „Jugend debattiert“ bereits in der Schule unseren Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe die Debatte näher. Im Unterricht lernen sie, zuzuhören, zu argumentieren und konstruktiv zu streiten.

Wer mitreden will, muss die Fakten kennen, seinen Standpunkt verteidigen und blitzschnell reagieren können. Man muss viel üben und trainieren. Eine Debatte nach Regeln von „Jugend debattiert“ lässt sich in viele Schritte teilen, die mit kleinen Übungen trainiert werden. Dafür haben wir eine systematische Unterrichtsreihe entwickelt.
Jugend debattiert fördert:
– sprachliche Bildung durch Ausbildung in Rede, Gegenrede und Debatte
– Meinungsbildung durch Auseinandersetzung mit aktuellen Streitfragen
– politische Bildung durch Motivation zu demokratischem Handeln
– Persönlichkeitsbildung durch gegenseitigen Austausch und Perspektivenwechsel

Wir verbinden das Training im Unterricht mit einem bundesweiten Wettbewerb. Ob im schulinternen Wettbewerb oder auf Bundesebene – alle gewinnen. Denn die Teilnehmenden lernen auf besondere Weise, was Leistung, Fairness und Ausdauer bedeuten, wie wichtig und letztlich doch relativ Erfolge sind, und dass es vor allem um eins geht: dabei zu sein, dran zu bleiben und eigene Grenzen zu überschreiten. Die regelmäßigen Erfolge unserer Schülerinnen und Schüler auf Kreis-, Landes-, und Bundesebene zeigen, welchen hohen Stellenwert der Wettbewerb für unser Schulleben inzwischen hat.

 

Die Schulgenossenschaftsfirma

Unsere Schülerinnen und Schüler sehen sich mit komplexen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der Gesellschaft und angesichts des globalen Wandels konfrontiert. Der Einstieg in das Arbeitsleben erfordert von den Jugendlichen personale, soziale und auch fachliche Kompetenzen. Mut zur Selbstständigkeit, unternehmerische Tugenden und betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind weitere Qualifikationen, die den Einstieg in das Arbeitsleben erleichtern können. Um sie auf die komplexer werdende Gesellschaft vorzubereiten, ist es zudem wichtig, dass sie die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Mensch, Gesellschaft, Natur und Wirtschaft umfassend begreifen und lernen, Veränderungen im Sinne der Nachhaltigkeit aktiv zu gestalten. Hier setzen wir gezielt an und bieten mit unserer Schülergenossenschaft entsprechende Lerngelegenheiten.

Weitergehende Informationen zum Konzept finden Sie im untenstehenden Exposé.

Expose_THG Schülergenossenschaft

 

Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ)

Regelmäßig zu Beginn des zweiten Halbjahres in der Jahrgangsstufe 9 besuchen die Schülerinnen und Schüler des THG das Berufsinformationszentrum in Recklinghausen. Dieser Termin markiert für die Schüler den Beginn einer engen Zusammenarbeit mit der Berufsberatung. Sie lernen dabei auch „ihren“ Berufsberater kennen, der sie in den nächsten drei Jahren begleiten wird und der ihnen bei dieser Veranstaltung zunächst einen Vortrag über Studien- und Berufsausbildungsmöglichkeiten hält. Nach dem Vortrag erhält jeder die Möglichkeit, ausgiebig an den zahlreichen Computerarbeitsplätzen des BIZ konkrete Informationen über Berufe zu sammeln und sich mit seinen Fragen an den Berufsberater zu wenden.

 

Besuch des Landtages NRW

In der Jahrgangsstufe 9 erhalten unsere Schülerinnen und Schüler eine einstündige „Einführung in die parlamentarische Arbeit“ im Landtag Düsseldorf. Indem die Schüler die 1. Lesung eines Gesetzentwurfes im Plenarsaal nachstellen, erleben sie Landespolitik hautnah. Anschließend erfolgt ein Gespräch mit einem/einer Landtagsabgeordneten.